Dr. rer. nat. Werner Budesheim

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Geplante Vorträge

Für jeden Schwerpunkt, aus der Geographie wie aus der Germanistik, biete ich beziehungsweise bietet meine Ehefrau Ulrike jeweils einen Abendvortrag im Jahr 2018 kostenlos an:

Lfd. Nr.

Thema

Zeit und Ort

1.

Dr. Werner Budesheim, Germanist und Geograph

Augusta Vindelicorum -
Augsburg der Fugger und Welser -
Augsburg als Industriestadt

Augsburg ist nach Trier die zweitälteste urkundlich erfassbare Stadt Deutschlands, begründet um 15 v. Chr. nach der Eroberung des damals bis zur Donau keltisch besiedelten Raumes durch die Adoptivsöhne des Augustus - Drusus und Tiberius - am Zusammenfluss von Lech und Wertach. Die Hauptstadt der neuen römischen Provinz „raetia secunda“ überdauerte die Völkerwanderung, die Einnahme durch die germanischen Sueben, und ist heute die Hauptstadt des bayrischen Regierungs-Bezirkes Schwaben. Den Glanzpunkt seiner Entwicklung erlebte Augsburg um 1500, als der Großunternehmer Jacob Fugger als der reichste Mann Europas galt. Er prägte mit seinem Geld nicht nur das Stadtbild (Fuggerei, Stadtpalast) maßgeblich, sondern finanzierte Kaiser Maximilian I. und steuerte die Wahl Karls V. zum römisch-deutschen Kaiser. In seinem Stadtpalast wurde Martin Luther vom päpstlich entsandten Kardinal Cajetan 1518 zum Widerruf seiner Thesen aufgefordert. Wie bekannt, widerrief Luther nicht.

Mit dem Beginn des Industriezeitalters entwickelte sich Augsburg zu einer Stadt der Tüftler und Erfinder. Rudolf Diesel erfand den „Diesel“-Motor. Aus seiner kleinen Werkstatt wurde mit der Zeit MAN. Die Firma Messerschmidt baute Flugzeuge. Modernste Webereien sorgten nach dem 2. Weltkrieg für einen wirtschaftlichen Neubeginn. - Und wer kennt nicht die Augsburger Puppenkiste?

Die Vorstellung der Stadt mit ihren Besonderheiten ist auch eine Vorbereitung auf die mehrtägige Exkursion dorthin vom 9. bis 16. Juli 2018.

Donnerstag, 11. Januar 2018, 19.30 Uhr;
Angerhof, Hauptstraße 18 d, Wentorf

2.

Ulrike Budesheim, Germanistin

Annette von Droste-Hülshoff -
„O schaurig ists übers Moor zu gehn…“

… so beginnt eines der bekanntesten deutschen Gedichte, das von Generationen von Schülern auswendig gelernt wurde. Das Gedicht verbreitet ein gruseliges Schaudern, denn das Moor, über das der Knabe geht, ist bevölkert von frevelnden Menschen, die als Tote, versunken im Schlamm, das durch das Moor eilende Kind verschlingen wollen.

Nicht heiterer geht es in A.v.D.-H.'s Meisternovelle „Die Judenbuche“ zu. In hartem, unsentimentalen Ton werden in der Kriminalnovelle Recht, Freiheit, Fluch und Schuld der menschlichen Existenz gezeigt.

Die Werke der Droste weisen auf die Moderne, denn sie ahnt das Unsichere der menschlichen Existenz. Die Härte ihrer Werke steht in großem Kontrast zu ihrem wirklichen Leben. Sie hat als adeliges Landfräulein die Anforderungen ihrer Familie und ihres Standes stets erfüllt, und die Dichtung war eher ein Produkt zusammengegeizter Nebenstunden. Die zierliche, kleine Annette wurde als Heimatdichterin missverstanden.

Es soll im Vortrag die wahre Größe der Dichterin deutlich gemacht werden, indem einige ihrer Werke vorgestellt werden.

Dienstag, 29. Mai 2018, 19.30 Uhr;
Angerhof, Hauptstraße 18 d, Wentorf

Stand: 8. November 2017